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02.09.2005 Gernot Klemm

Baden gehen

Gernot Klemm von der 31. Sitzung des Untersuchungsausschusses Tempodrom am 2. September 2005

Auf der heutigen Sitzung des Untersuchungsausschusses wurde der Badebereich im Tempodrom, das »Liquidrom«, näher untersucht. Der Geschäftsführer der Toskana GmbH, Klaus-Dieter Böhm-Schneider, die das Liquidrom betrieb, erläuterte seinen Geschäftsbetrieb. Da das Liquidrom in der letzten Bauphase, als das Geld bereits knapp geworden war, fertig gestellt wurde, wies es von Anfang an Mängel auf. Für das Gesamtprojekt wurde das Liquidrom zum Problem, weil es nie die gesamten Pachtzahlungen an die Stiftung Neues Tempodrom leistete, die man geplant hatte. Dies war mit ein Grund für die Pleite im Februar 2004.

Böhm-Schneider verwies auf verschiedene Mängel, die vom Bauherren nie abgestellt worden seien und die ihn zu einer Mietreduzierung veranlasst hätten. Auch der Verwalter, der nach der Insolvenz das Tempodrom übernahm, habe dieses Defizit nicht abgestellt. Ob dies den tatsächlichen Grund für die Mietreduzierung darstellt, bleibt offen und ist zur Zeit Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Tatsache ist jedoch, dass die von der Toskana GmbH im Juni 2000 zugesagten Pachtzahlungen mit dazu beitrugen, dass das Land Berlin eine großzügige Bürgschaft für das Projekt vergab.

Seit April diesen Jahres ist das Liquidrom aufgrund der unzureichenden Wasseraufbereitung, die der Betreiber nicht mehr auf eigene Rechnung ausgleichen wollte, geschlossen. Die Toskana GmbH hat den Vertrag gekündigt. Inzwischen ist das Bad vom Insolvenzverwalter neu ausgeschrieben worden, so dass alle Fans des Liquidroms für die nahe Zukunft auf eine Wiedereröffnung hoffen können.