Beschluss der Linkspartei.PDS-Fraktion auf der Fraktionsklausur
- Das Projekt „Wege zu einem integrativen Schulsystem in Berlin" ist das zentrale bildungspolitische Vorhaben der Fraktion in einem Zeitraum bis etwa 2011/12. Als Grundlage für die zu führende öffentliche Debatte und die Umsetzung des Projekts wird das Arbeitspapier von Carola Bluhm, Elke Brosow, Siglinde Schaub und Sebastian Schlüsselburg zur Kenntnis genommen.
- Das vorliegende Arbeitspapier wird im 1. Halbjahr 2006 durch eine Studie über die Finanzierungsgrundlagen eines künftigen integrativen Bildungssystems in Berlin im Vergleich zum gegliederten Berliner Schulsystem und zu den Kosten des Umbaus ergänzt.
Die Linkspartei.PDS-Fraktion verfolgt das Ziel, die finanziellen und personellen Potentiale der kommenden Jahre zu bündeln und für die bessere Ausstattung und den Umbau der Berliner Schule nach skandinavischem Vorbild und für die qualitative Ausgestaltung des neuen integrativen Schulsystems zu verwenden. Dazu gehören die in den kommenden fünf Jahren zurückgehenden Schülerzahlen, die ein Lehrerpotential von 1.500 Stellen bedeuten. Dazu gehören die eingeplanten Personalstellen für weitere pädagogische Verbesserungen. Und dazu gehören auch die Neueinstellungen von jüngeren Lehrern und die neuen Möglichkeiten der bedarfsgerechten (reduzierten) Ausgestaltung des so genannten 2. und 3. Bildungsweges. Dadurch haben wir auch die Möglichkeit, Schule besser auszustatten z. B. mit Sozialpädagogen, Psychologen, Bildungswegberatern, Lernassistenten, Lehramtstudierende und medizinischem Personal.
- Das vorliegende Arbeitspapier wird nach der Fraktionsklausur und im Verlauf des 1. Halbjahres 2006 öffentlich vorgestellt, diskutiert und inhaltlich-konzeptionell weiter qualifiziert. Dieser geschieht in Form von
- drei Werkstattgesprächen (17. Februar 2006, 17. März 2006, 28. April 2006)
- Gesprächen mit dem Koalitionspartner mit dem Ziel, noch in dieser Legislaturperiode mit der Vorbereitung des Umbaus des Schulsystems zu beginnen und dazu eine Änderung des Schulgesetzes mit einer Öffnungs- oder Experimentierklausel zu verabschieden
- Gesprächen mit weiteren potentiellen Bündnispartnern (Gewerkschaften, Verbände), die ebenfalls ein integratives Schulsystem anstreben
- Öffentliche Debatten mit Befürwortern und Kritikern eines integrativen Schulsystems
- Publikationen (Flyer; Broschüre mit dem Arbeitspapier ggf. mit Stellungnahmen und ergänzenden Materialien, Broschüre zur Dokumentation der Werkstattgespräche bzw. deren Ergebnisse, Internet)