11.01.2012
Auch in diesem Jahr unterstützt die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus außerordentliches Engagement gg. Rechts. Vorschläge für das "Band für Mut und Verständigung" können bei der Koordinatorin des Projekts beim DGB Berlin-Brandenburg, Ildikó Pallmann eingereicht werden.
Band für Mut und Verständigung
Rückblende: Im September 1991 greifen Neonazis in Hoyerswerda Ausländerinnen und Ausländer und deren Wohnungen an. Dieser erste rassistische Pogrom der Nachkriegszeit veranlasste den DGB Berlin-Brandenburg gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft, das „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ zu gründen. Seit über zwanzig Jahren werben seine Mitglieder für Toleranz und Akzeptanz, setzen sich für die Wahrung der Menschenwürde ein, organisieren Kampagnen und unterstützen Projekte.
Jährlich wird außerdem seit 1993 das „Band für Mut und Verständigung“ verliehen, ein Preis für Menschen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für die interkulturelle Verständigung stark gemacht haben. Ab jetzt können bis zum 1. März 2012 wieder Vorschläge eingereicht werden.
„Die aktuellen Erkenntnisse über die Mordserie von Neonazis in Deutschland machen deutlich, wie sich aus rechtem Menschenhass Gewalt und Terror entwickeln können“, so Ildikó Pallmann, die Koordinatorin des Projekts beim DGB Berlin-Brandenburg. „Wir hoffen sehr, dass es Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich dieser Entwicklung zivilgesellschaftlich entgegenstellen. Für diese und für alle anderen Kräfte der Vernunft soll das ,Band für Mut und Verständigung’ Dank, Anerkennung und Ansporn zum Weitermachen sein.“
Vorschläge können unter www.respekt.dgb.de oder beim DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Bündnis der Vernunft, Keithstr. 1-3, 10787 Berlin, eingereicht werden.