Zum 1. Juli 2007 werden die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ihr Tarifsystem ändern. Statt des bisher geltenden Einheitspreises soll es – wie in anderen Bundesländern bereits üblich – dann aus einem Grundpreis sowie einem Mengenpreis bestehen.
Der Grundpreis für Wasser und Schmutzwasser wird pro Anschluss festgelegt und ist abhängig von der Größe der vorhandenen Wasserzähler. Er wird für den betriebsbereiten Anschluss erhoben und damit für die Möglichkeit, rund um die Uhr Wasser entnehmen sowie Schmutzwasser ableiten zu können. Der Mengenpreis je Kubikmeter richtet sich nach dem tatsächlichen Wasserverbrauch. Er wird für alle Abnehmer gleich sein.
Mengenrabatte sind nicht vorgesehen. Außerdem wird sich künftig kein Unternehmen mehr durch die Bohrung eigener Brunnen einer Mitverantwortung für die Wasserversorgung und - entsorgung aller entziehen können. Es wird perspektivisch einen Anschluss- und Benutzerzwang geben. Genaue Modalitäten, dazu zählen Übergangsfristen und Bestandsschutzregelungen, werden dafür noch konkretisiert. Dies entspricht den politischen Anforderungen der Linksfraktion an das neue Tarifsystem. Dazu zählt auch, dass der Mengenpreis mit der Einführung des Grundpreises sinken wird.