Kathi Seefeld
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Nr. 140| 23.05.2012
Thema: Frauen/ Gleicher Lohn
Die frauenpolitische Sprecherin Evrim Sommer erklärt:
Es wird Zeit, das Problem der Entgeltdiskriminierung von Frauen ernsthaft anzugehen. Die Fraktion DIE LINKE hatte bereits am 8. März auf das Problem aufmerksam gemacht und in einem Antrag den Berliner Senat aufgefordert, unverzüglich gegen die Entgeltdiskriminierung vorzugehen. Die Koalitionsfraktionen SPD und CDU lehnten dies im Frauen-Ausschuss ab. Stattdessen wollen sie im Plenum des Berliner Abgeordnetenhauses am 24.Mai einen Änderungsantrag verabschieden, auf dessen Grundlage lediglich die Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen sowie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie geprüft werden soll.
Die Berliner Regierungskoalition hat kein ernsthaftes Interesse, diese Form der Diskriminierung zu beseitigen. Sie verkennt ebenso die vielschichtigen Ursachen für unterschiedliche Verdienste von Männern und Frauen und bleibt weit hinter den allgemeinen und wissenschaftlich belegten Erfahrungen und Erkenntnissen hinsichtlich einer geschlechtsspezifischen Lohndiskriminierung zurück. Ein wichtiges Instrumentarium zur Aufdeckung der Entgeltdiskriminierung ist der eg-Check.
Wir fordern vom Berliner Senat, in landeseigenen Unternehmen sowie in der Verwaltung einen eg-Check zu starten. Dadurch sollen die vielfältigen Mechanismen, die zur Entgeltdiskriminierung von Frauen führen, erfasst werden. Dies ist die Grundlage für die Abschaffung dieser Form der Diskriminie-rung. Dazu wird die Fraktion DIE LINKE zusammen mit Bündnis 90/Die GRÜNEN einen Antrag (DS 17/0192) im Plenum einbringen.